Strange Fruit Project - The Healing

Strange Fruit Project ist eine Gruppe aus dem Süden der USA, und zwar aus Texas. Eine Umbgebung die man sonst eher mit Grillz, Trill und Crunk verbindet. Das Myone, Myth und Symbolic One (S-1) damit überhaupt nichts am Hut haben fällt auch schon beim Betrachten des Covers auf. Aquarellfarben und 3 ziemlich “normal” gekleidete MC’s abseits von Baggy und 4XL shirts zieren das Cover, welches wirklich eines der schönsten ist, das man seit langen gesehen hat.

Der Opener von “The Healing” heißt “Ready Forum” und zeigt dann auch gleich auf, was man im weiteren Verlauf des Albums erwarten kann: Melodiöse Beats, entspannte Raps, clevere Lyrics und viel Gesang. Der von S-1 produzierte Beat ist fröhlich und geht nach vorne, egal wo man sich grad aufhält, man würde am liebsten anfangen zu tanzen. So gut wie das Album beginnt geht es auch mit “You (the only ones)” weiter. Ein Track über all die Leute die den SFP’s wichtig sind, Familie, Freunde, Fans über einen Beat von Illmind, der einer der aufstrebenden Beatschmiede der Jahres 2006 war. Ein gechopptes Voice Sample das gekonnt in Szene gesetzt wurde und einen grandiosen Soundteppich für dieses Track bietet.

Allgemein kann man sagen das die Beatauswahl auf diesem Album sehr vielseitig ist. Die Beats kommen von Jake One, der mit Soul Clap wohl einen der härtesten Neck-Snapper des Jahres 06 gebastelt hat, 9th Wonder, Nicolay, Illmind, Vitamin D und natürlich S-1 himself. Der Track “Get Live” mit Erykah Badu ist ein schönes Stück Musik mit einem grandiosen Beat und Ohrwurm Hook, “Good Times” ist ein Uptempo Party Track mit einer Gitarren-Melodie und guten Reimen und mit “Special”, befindet sich noch ein weiterer Übertrack auf dem Album. Dieser wurde von 9th Wonder produziert. Man kann ja über ihn denken was man will, seine Beats klingen alle gleich, er benutzt immer die gleiche Snare usw. aber in letzter Zeit hat er wieder einige Bomben gebastelt und Special ist definitiv eine davon. Ein Beat den man einfach immer wieder hören will kombiniert mit Raps, die sich nahtlos einfügen und einer gesungenen Hook die sich auch in die letzte Gehirnzelle einbrennt ergibt nichts anderes als einen der besten Track den man in letzter Zeit gehört hat.

Zum größten Teil sind die Hooks auf “The Healing” gesungen, was aber ünerhaupt nicht störend ist, da es einfach zum Sound des Album passt, eines sehr gutes Album, das man definitiv in seiner Plattensammlung haben sollte.

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